Der Hafenmeister



Kieler Woche 2012



beginnt olympisch

 




 

"Nach der Kieler Woche ist vor der Kieler Woche“ – wenn Sepp Herberger (verantwortlich für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft von 1936 bis 1942 und Bundestrainer von 1950 bis 1964) Segler gewesen wäre, würde dieser Satz von ihm stammen. Da der „Chef“ sich aber dem Fußball verschrieben hatte, nimmt der Organisationsleiter der Kieler Woche, Jobst Richter (KYC), den Ball auf.

Nach einer überaus erfolgreichen Kieler Woche 2009 mit einer überzeugenden Zahlenreihe - 3,2 Millionen Besucher, 10.000 Masten auf der Förde, 4500 Regatta-Teilnehmer, 1850 Boote aus 50 Nationen und 500 Starts - blickt Richter nach vorn. „Wir können uns nicht auf dem Erfolg ausruhen. Unser oberstes Ziel ist es, den Segelsport voranzubringen, und das natürlich über und mit der Kieler Woche. Da wir im nächsten Jahr den ISAF World Sailing Cup in die Kieler Woche integrieren, möchten wir den Seglern optimale Voraussetzung bieten“, so der 57jährige Timmdorfer. „Deswegen werden wir die Kieler Woche 2010 mit den olympischen Klassen beginnen und sogar einen Tag früher starten“, erklärt Richter. Die Kieler Woche 2012 (16. bis 24. Juni) beginnt für die olympischen Klassen bereits am Samstag, den 16. Juni. So können die olympischen Segler/innen frühzeitig anreisen und auf dem Kieler Revier trainieren. Der erste Start am Samstag erfolgt dann bereits um 11 Uhr morgens. Damit stehen den olympischen Klassen von Samstag (16. Juni) bis Mittwoch (20. Juni) fünf komplette Regattatage zur Verfügung. Die internationalen Klassen gehen dann von Donnerstag (21. Juni) bis Sonntag (24. Juni) an den Start.

Nötig wurde die Umstellung durch den Wunsch der olympischen Klassen, früher anreisen und trainieren zu können. „Wir mussten bisher die Aktiven der olympischen Klassen aus Schilksee bis Dienstag Nachmittag ausschließen, da der Olympiahafen mit den über 900 Jollen und Kielbooten der internationalen Klassen gerammelt voll war“, so Richter. Lange Schlangen vor dem Nordtor bis auf die Fördestrasse und schlecht gelaunte Aktive, die unbedingt trainieren wollen, bevor es um die begehrten Kieler Woche Medaillen und –Titel ging, waren die Folge. „In den olympischen Klassen wird eben noch intensiver gekämpft, und die Vorbereitung nimmt einen wichtigen Stellenwert ein. Dem werden wir jetzt mehr gerecht und stellen die Kieler Woche um“, so Richter. Bereits ab Mittwoch wird mit Seglern/innen gerechnet, die trainieren wollen.

„Der ISAF Sailing World Cup wird den Segelsport weiter in das öffentliche Interesse rücken und die Spannung, Begeisterung und Ausstrahlung des Segelsports unterstreichen“, so ISAF-Präsident Göran Petersson.
„Es ist eine Anerkennung vom Weltseglerverband an die sechs Veranstalter für deren bisherige Leistung für den Segelsport national und international. Und es werden in Zukunft Terminkollisionen wie 2007 mit den Worlds in Cascais und der Kieler Woche verhindert. Die Etablierung als Weltcup-Station ist ein Grund mehr für die Stars, nach Kiel zu kommen. Das kann für die Qualität der Felder und damit für die Attraktivität der Veranstaltung nur gut sein“, so Jobst Richter.


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